Trailer: Freiheit statt Angst

Politik Kein Kommentar

Was das tägliche Lesen von Netzpolitik doch so zu Tage förderte – ein toller Trailer von Alexander Svensson für die Großdemo im September in Berlin, die gegen die wachsende Überwachung der Bürger durch Staat und Wirtschaft steht:


Freiheit statt Angst – der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.

Sehenswert ist auch sein früheres Mobilisierungsvideo für die erste Grossdemo und die Massenklage gegen die Vorratsdatenspeicherung:


Planet unter Beobachtung from Alexander Svensson on Vimeo.

Klarmachen zum ändern

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Die Piraten haben bereits vor ein paar Monaten einen Wettbewerb gestartet, bei dem man einen Werbespot für die Bundestagswahl 2009 einreichen kann – der beste Spot wird dann offiziell verwendet.
Markus von Netzpolitik.org hat einen schönen Vorschlag von Christopher Grabinski entdeckt.

edit: der Entwurf ist inzwischen gelöscht und nur die Finalversion verfügbar:

Piratenspot “Klarmachen zum Ändern” 2009 FINAL from Christopher Grabinski on Vimeo.

Heißes Eisen für FON

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Eine interessante Idee – man stelle sich einen WLan-Zugang ins Fenster und verkauft über die Firma “FON” Zugangtickets zum Internet. Den kommerziellen Hotspot im Kleinen.

Doch diese Idee hat bereits Ende 2007 einen jähen Dämpfer bekommen, als das Landgericht Köln dies verboten hat. FON ist danach in Berufung gegangen und nun hat das OLG Köln die Entscheidung bestätigt:

“Statt mit eigenen technischen oder organisatorischen Leistungen auf der Vorleistung eines Dritten aufzubauen, um sie marktkonform fortzuentwickeln, nutzen sie eine von der Klägerin unter anderen Voraussetzungen geschaffene Infrastruktur “schmarotzend” aus, um sich mit einem eigenen kommerziellen Angebot am Markt zu etablieren. [...] Indem die Beklagten ihren Kunden (in der Regel gegen Entgelt) ihre eigenen WLAN-Router zur Verfügung stellen, verschaffen sie sich vielmehr ohne nennenswerten eigenen Aufwand Zugang zum Internet, ohne auf die Nutzung der darin liegenden geldwerten Fremdleistung einen Anspruch zu haben. [...] Ihre Gewinne aus dem Verkauf von Tagestickets an “Aliens” verdanken sie nämlich vor allem dem Umstand, dass ihr für die über WLAN zugänglich gemachten DSL-Zugangspunkte (abgesehen von der Gewinnbeteiligung der “Bills”) keine weiteren Kosten entstehen, während die Kosten des erhöhten Datenverkehrs [...] allein von der Klägerin zu tragen sind

Das Prinzip der DSL-Flatrate ist ja, das man seinen DSL-Zugang nicht 24 Stunden am Tag benutzt und somit immer leicht mehr bezahlt, als tatsächlich verbraucht (Einzelfälle mal ausgeschlossen ;) ).
Dadurch das FON jetzt einen kommerziellen Zugang zum Internet bietet, ohne ein eigenes Netz zu betreiben oder für das Volumen bezahlen zu müssen (und selbst die eigenen Router verkauft), macht es seine Gewinne auf Kosten des DSL-Anbieters, der in diesem Fall geklagt und Recht bekommen hat.

FON hat bereits Revision angekündigt, aber selbst wenn die nächste Entscheidung zugunsten FONs ausfallen würde sollte jeder mit einem FON-Zugang mal die AGBs seines Internetanbieters durchlesen. Fast immer ist dort der Weiterverkauf des Zugangs verboten und man geht damit in Gefahr selbst in Verantwortung genommen zu werden.

Privat und Nicht-Kommerziell das eigene Internet zu teilen ist übrigens auch gern mal per AGBs nicht erlaubt, aber wohl nur wenig Risikobehaftet – aber um da sicherzugehen sollte man es wohl eher lassen oder einen Rechtsanwalt befragen ;)

Der Kampf der Internet-Ureinwohner

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Bei der TAZ gibt es einen interessanten Artikel über den fremdartigen Stamm der “Internet-Community”.

-> siehe hier

Bin ich denn blöd

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Letztens war ich mal wieder im Mediamarkt um für eine Freundin nach einem Laptop zu schauen. Billig sollte er sein, denn viel Leistung war nicht gefragt – Internet, ein paar Briefe, fertig.

Ich halte eigentlich nicht viel von diesen Märkten (MM, Saturn und co), weil sie sich für extrem günstig anbiedern. Meist natürlich nur für ganz wenige Produkte, aber es aufziehen als wäre alles super billig. Man zahlt aber meist nur drauf und so sind sie nur für gezielte Einkäufe zu gebrauchen – von der Beratung ganz zu schweigen.

Gut, reinschauen kann man ja mal und wir sind durch die Palette an Laptops gegangen. Zwei Geräte fielen in die engere Wahl – eins für ca 350€ und eins für ca 450€. Der Günstigere mit einem älteren Singlecore Celeron (2.2 Ghz) und 1GB Ram und der Andere mit einem 2.3 GHZ Dualcore Centrino und 4 GB Ram.

Klar, von der Technik her war der 450€-Rechner besser, aber meine Begleiterin wollte es berechtigterweise genauer wissen und fragte beim Verkäufer nach dem Unterschied. Was dann kam war für mich die Bestätigung, dass MM wohl nur an den Mitarbeitern gespart hat: “Der Günstigere Rechner ist nur fürs Büro gedacht und nicht fürs Internet. Er ist einfach zu schwach um einen Virenscanner zum laufen zu bringen“.

Wie jetzt?!“, dachte ich mir und fragte, wie es die Rechner in der letzten Jahren dann wohl geschafft haben mit einem Virenscanner ausgerüstet im Internet zu sein. “Ja, früher gab es auch nur 10.000 Viren – jetzt sind es ja schon 100.000 und das ist einfach zuviel“. Das es gut 1.4Mil Viren gibt, wollte ich dem Mann nicht auf die Nase binden und enthielt mich jeglicher Äußerung.

Wir verliessen den Markt am Ende mit einem Grinsen und ohne Laptop – bei solchen Erlebnissen frag ich mich ehrlich wie sehr doch MM an die eigenen Sprüche glaubt ;)

Der Ruf eines Vertrauenslehrers

Politik Kein Kommentar

Man stelle sich eine Schule vor – viele Schüler, Lehrer, Hausaufgaben, Prüfungen und der alltägliche Stress. In dieser Schule gibt es auch einen Vertrauenslehrer, dessen Aufgabe es ist, sich den Problemen der Schüler anzunehmen und Hilfe zu geben.
Diese besondere Position wird nicht von allen Schülern angenommen, aber es gibt einige denen er schon helfen konnte und er hat sich damit einen Ruf aufgebaut, dass er seine Aufgabe ernst nimmt.

Jetzt gibt es einen neuen Erlass an der Schule, der vorsieht, dass bei dem kleinsten Verdacht von Betrug bei Prüfungen von den betroffenen Schülern die Handys und persönliche Notizbücher eingesammelt und vom Schulvorstand überprüft werden sollen. Als Verdacht reicht bereits Hören-sagen oder die bloße Vermutung eines Lehrers.
Dagegen gibt es natürlich Proteste bei der Schülerschaft und auch die Eltern sind nicht besonders begeistert – Privatsphäre wird hier groß geschrieben und die Rufe nach Datenschutz werden laut.

Der Rektor kommt aber nun auf die Idee vertrauenswürdige Lehrer als Arbeitskreis aufzustellen, die den Verdacht prüfen sollen. Durch die besondere Stellung des Vertrauenslehrers bei der Schülerschaft, soll dieser auch die Kollegen auswählen, damit das Ganze mehr Vertrauen bekommen soll.
Der Vertrauenslehrer fürchtet aber nun um seinen Ruf und wehrt sich dagegen, aber dennoch wird der Beschluss durchgesetzt.

Utopie? Kann und wird niemals sein? Dies wird sich wohl auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar gedacht haben, als er neuerdings das Kontrollgremium für die Zensurliste im Kampfe gegen die “Kinderpornographie” aufstellen soll.

Stammtisch der Piratenpartei

Augsburg, Politik Kein Kommentar

PiratenparteiAls kleinen Tipp möchte ich auf den Stammtisch der Piraten in Augsburg hinweisen.
Da ich letztens mal festgestellt hab, dass ein früherer Stammtisch völlig eingeschlafen ist, hat es mich gefreut das mehr Leute Interesse daran haben und so gibt es am Sonntag im Thing eine Neuauflage.

Anhören und anschauen werde ich es mir mal – interessant ist es auf jeden Fall und bevor sich eine vorschnelle Meinung bildet kann ich das Parteiprogramm empfehlen.

Weitere Infos im PP-Wiki: http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Augsburg

“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten”

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Der zuständige Bundestags-Ausschuss hat dem Entwurf zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Seiten mit der Mehrheit der großen Koalition beschlossen – damit kann der Entwurf morgen verabschiedet werden.
Allen Widerstands zum Trotz wurde der absolut umstrittene Entwurf nun also doch noch durch gerungen – man kann gespannt sein, wie das Ganze sich in Zukunft entwickeln wird.

Der stellvertretende Vorsitzende der Union, Wolfgang Bosbach, bestritt das in Zukunft die Sperrungen ausgeweitet werden sollen. “Ich kenne niemanden, der ernsthaft das Ziel verfolgt, weitere Inhalte auf gleiche Art und Weise sperren zu wollen. Deshalb sollte man auch aufhören, den Befürwortern dieser Stoppseiten andere Motive zu unterstellen“, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Weitere Entwicklungen in diesem Thema werden sich mit der Zeit wohl ergeben.

Auch wenn sich mancher Politiker damit ein Ende der Diskussion herbeisehnen sollte, wird dies kaum geschehen – die “Generation C64″ weiß nun, wie sie sich Gehör verschafft und sich in die Politik einbringen kann.

134.014 Anhänger von Kinderpornographie

Politik Kein Kommentar

Der Kampf gegen “Kinderpornographie” ist im vollen Gange, doch der Gesetzesentwurf der von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ausgearbeitet wurde, ist auf der einen Seite viel bescheinigt unwirksam und richtet auf der anderen Seite eine allgemeine Zensurinfrastruktur ein – ein Fiasko für einen Rechtsstaat.
Dies dachte sich auch die “Internetgemeinde” und suchte Wege um sich Gehör zu schaffen, denn die Politik versteht es Stimmen aus dem Volke zu ignorieren.

So wurde die offizielle Petition “Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” beim Bundestag eingebracht und ist gestern nach 6 Wochen abgelaufen. Mit 134.014 Unterzeichnungen wurde sie die bisher erfolgreichste ePetition. Das allein die 50.000 erforderlichen Unterschriften für eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss in nur 4 Tagen zusammengebracht wurden, war ein Rekord.

Doch der Gegenwind der Bürger missfiel vielen Politikern und so wurden die Gegner dieses Gesetzesentwurfs nicht nur kritisiert, sondern auch offen angegriffen und sogar als Unterstützer von Kinderpornographie hingestellt:

Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Tagesschau:

Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.

Ursula von der Leyen beim Radiosender radioeins:

Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft

Dass das umgehen der Sperren absolut kinderleicht und auch für Laien sehr einfach ist und dass auch die Argumente für eine Internetsperre weitesgehend ausgehebelt wurden, scheint kaum zu interessieren.

Doch die Bemühungen der “Internetgemeinde” sind nicht ungehört geblieben und sie haben auch Wirkung gezeigt – von Politikverdrossenheit ist hier wenig zu merken und so kann man jedem Bürger nur empfehlen sich zu informieren, hinter den Kulissen zu horchen und v.a. darüber zu reden – jede Stimme zählt, egal ob bei der Wahl oder auf einem öffentlichen Platz.

Artikel 20 des Grundgesetzes:
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. [...]

Weitere Links:
- “Kinderpornographie und die Zensur des Internets” – Wie soll das Ganze funktionieren und die Kritik daran
- Onlinepetition: “Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten”
-
Die Argumente und die Wahrheit
- Arbeitskreis gegen Netzzensur

Pizzabestellung im Überwachungsstaat

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Witzige Vision in die Zukunft – was könnte passieren, wenn man alles mal laufen lässt :)

(Achtung Ironie, aber regt zum nachdenken an!)

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